Intermittierendes Fasten

In der neunten Woche unserer 12-wöchigen Challenge beschäftigen wir uns mit Pausen zwischen den Mahlzeiten und darunter explizit mit dem Thema „Intermittierendes Fasten“.

Ich praktiziere intermittierendes Fasten seit vielen Jahren. Damals wusste ich noch gar nicht, dass es so heißt, wenn ich mein Abendessen auslasse. Ich wusste nur, es tut mir einfach gut und ich habe bis zum Frühstück gar keinen Hunger mehr.

Nach meiner Schwangerschaft war ich zuerst gewohnt viele kleine Mahlzeiten am Tag zu mir zu nehmen. Sonst war mir, als ich schwanger war, schnell übel geworden. Allerdings behält man Gewohnheiten nur allzu gerne…

Mit meinen vielen kleinen Mahlzeiten – auch wenn sie gesund waren – trieb ich ständig meinen Blutzucker und somit meinen Insulinspiegel etwas in die Höhe. Mein Körper hatte keine Zeit sich zwischendurch auszuruhen oder abzunehmen.

Als ich meine Essenszeiten umstellte und zwischen Frühstück, Mittagessen und einem frühen Abendessen nichts mehr zu mir nahm, war die erste angenehme Nebenwirkung, dass ich alles an überflüssigen Kilos, die ich noch vor der Geburt meines Sohnes angesammelt hatte, rasch verlor und mit Leichtigkeit mein Wohlfühlgewicht erreichte. Natürlich brauchte ich dafür auch eine gesunde Ernährung und Sport, ohne diese Pausen hätte ich das aber wegen der ständigen Anwesenheit von Insulin im Blut nicht geschafft.

Der andere positive Nebeneffekt war, dass Essen nicht mehr einen zentralen Punkt in meinem Alltag einnahm, sondern es bedeutete nunmehr Genuss-Momente zwei- oder dreimal am Tag. Ich hatte nicht mehr das Gefühl ständig etwas auf Vorrat in der Tasche haben zu müssen – auch nicht für die Kinder -, ich hatte keine Angst mehr vorm „Verhungern“. Ich bekam wieder ein gesundes Körpergefühl, konnte meinem Hunger trauen, bekam auch keine plötzliche Lust mehr Süßes oder Junk Food unbedingt essen zu müssen.

Am wohlsten fühle ich mich mit diesen Zeiten:

– am Wochenende zweimal am Tag essen, zum Frühstück und zu einem späteren Mittagessen

– an Wochentagen zwei- oder dreimal essen, zum Frühstück, zu Mittag und manchmal spätestens gegen 16 Uhr eine ganz kleine Portion Abendessen.

Natürlich trinke ich aber inzwischen viel Wasser oder ungesüßten Tee.

Neben WAS ist auch wichtig, WANN wir essen

In einem Versuch bekamen Mäuse die gleiche Kalorienmenge an Junk-Food gefüttert. Eine Gruppe durfte rund um die Uhr essen, der anderen Gruppe stand das Futter lediglich 8 Stunden lang zur Verfügung und nämlich nachts, wenn Mäuse naturgemäß aktiv sind. Die anderen 16 Stunden mussten sie fasten. Die Mäuse haben bald gelernt in den 8 Stunden genug Futter zu sich zu nehmen, somit aßen beide Gruppen insgesamt die gleichen Mengen. Bald hatten die Forscher eine schlanke und eine dicke Gruppe an Mäusen – trotz Junk Food. Ich werdet wahrscheinlich erraten können, welche Mäuse dick geworden sind – die ihren Blutzuckerspiegel stetig hochgetrieben haben und somit nie eine Essenspause für den Abbau ihrer Fettdepots hatten!

Pausen zwischen den Mahlzeiten

Intermittierendes Fasten, auch Intervallfasten genannt, bedeutet nichts anderes, als ausreichend Pausen zwischen den Mahlzeiten zu lassen. Dies beinhaltet auch eine längere Pause: nach einem frühen Abendessen sollten ca. 14 – 16 Stunden bis zum Frühstück vergehen.

Man gewöhnt sich rasch an eine Umstellung und hat nach einer Zeit gar keinen Hunger am Abend mehr. Und auch nicht zwischendurch: mit Intervallfasten kombiniert mit gesunder Ernährung kannst du Heißhungerattacken vergessen. Mit einem nicht belasteten Magen schläft sich auch besser, als vollgestopft nach schweren Mahlzeiten.

Intermittierendes Fasten hat viele Vorteile

Was passiert in unserem Körper, wenn er nicht ständig mit Verdauung beschäftigt sein muss?

  1. Fangen wir mit dem Insulin an. Wenn wir ständig kleine Mahlzeiten zu uns nehmen – sei es ein kleiner Zwischensnack wie ein Apfel -, haben wir die ganze Zeit Insulin in unserem Blut. Wenn Insulin vorhanden ist, kann sich der Körper nicht auf die Fettreserven zugreifen. Dieses Hormon hilft nämlich dabei Fett einzulagern, verhindert aber dieses zu verwerten. Somit haben wir gar keine Möglichkeit abzunehmen, nicht mal einige wenige Kilos.

Wenn du mit dem Intervallfasten abnimmst, geschieht dies etwas langsamer, aber auf jeden Fall nachhaltiger, gesünder und ohne hungern zu müssen. Du versorgst deinen Körper mit ausreichender Nahrung, in den Pausen dazwischen kann er aber auf die Fettreserven zurückgreifen und diese langsam abbauen. Die unangenehmen Folgen eines langen Heilfastens, wobei du ständig hungern musst und viele Giftstoffe produzierst, bleiben ganz aus.

  1. Diese gesunde Form des Fastens reguliert also den Blutzuckerspiegel und senkt die Insulinmenge im Blut. Diese positiven Folgen beugen zahlreichen Zivilisationskrankheiten vor, die durch einen zu hohen Blutzucker verursacht werden. Außerdem senkt Intervallfasten auch den Blutdruck – Bluthochdruck gehört auch zu den Verursachern von Herz- und Kreislauferkrankungen.
  2. In den längeren Pausen kann der Körper neue Zellen und Wachstumshormone produzieren. Dies geschieht, in dem in den Phasen ohne Insulin und Blutzucker die Bildung von protektiven Proteinen und antioxidativ wirksamen Enzymen stimuliert wird. Diese Stoffe helfen dabei oxidativen Stress abzubauen und dabei unsere Zellen zu schützen.

    Durch diese und andere biochemische Mechanismen führt Intervallfasten zum Schutz des Nervensystems, aller Zellmembranen und unserer Gene.

  1. Infolge dessen wird auch das natürliche Alterungsprozess verlangsamt und Erkrankungen des Nervensystems, wie Demenz oder Alzheimer, vorgebeugt.
  2. Während der langen Pause zwischen Abendessen und Frühstück können wir unsere Zellen regenerieren, in Stand halten, Wachstumshormone entstehen lassen, die uns verjüngen und ganz neue Zellen produzieren, sogar in unserem Gehirn. Ohne Pausen hat unser Organismus nie die Gelegenheit für diese wichtigen Sanierungsarbeiten.

Fazit

Es lohnt sich intermittierendes Fasten in deinen Alltag zu integrieren. Wir haben ja damit schon angefangen zwischen deinen Mahlzeiten die Snacks wegzulassen. Wenn du noch etwas, auch Obst essen möchtest, tue das gleich nach dem Frühstück oder als Dessert nach dem Mittagessen. Später kannst du dein Abendessen immer früher einplanen und so immer mehr Pause zwischen die letzte und die erste Mahlzeit am Tag lassen.

Viele praktizieren das Intervallfasten mit einem späten Abendessen und ohne Frühstück – dies würde ich nicht empfehlen! Wir haben ja die Nachteile von einem fehlenden Frühstück und einem späten Abendessen bereits durchgenommen.

Mit intermittierendem Fasten schaffst du einen großen Schritt für deine Gesundheit und zum Abnehmen! Achte dabei darauf, dass du deine Mahlzeiten gesund gestaltest, langsam und genussvoll isst, gründlich kaust und zwischendurch genug trinkst.

Dein wöchentlicher Bewegungsbeitrag

Weitere Beiträge der Woche

Meine persönliche Erfahrungen

Sidebar
Shop
Favoriten
0 items Warenkorb
Mein Konto