Ernährung

Was darf ich denn überhaupt noch essen?!

 

Gesunde Ernährung

Wenn du dich gesund ernähren möchtest, musst du auf keinen Fall hungern – ich traue mich zu sagen, du darfst sogar mehr köstliche Gerichte endlich mit richtigem Geschmack essen, als vorher!

Also die einfache Antwort: Du darfst alles essen, was auf dem Speiseplan deiner Urgroßeltern stand. Vergiss aber alles, was die Lebensmittelindustrie seitdem erfunden hat! Die einzige Ausnahme betrifft Brot und Backwaren, diese sind längst nicht mehr dieselben, die vor 100 Jahren auf den Tisch kamen, hier ist also Vorsicht geboten.

Artfremde Nahrungsmittel

In unseren Einkaufswagen kommen fast nur noch solche Nahrungsmittel, die unsere Vorfahren – die Jäger und Sammler unserer Vorgeschichte – niemals gekannt haben. Unsere Gene stammen aber von ihnen ab, unser Körper kann diese also nur mit Schwierigkeiten oder überhaupt nicht verarbeiten: zB. Milchprodukte, Weißmehl, glutenhaltige Getreide, Cerealien, Zucker, raffinierte Pflanzenöle und Alkohol. Außerdem bieten die Fertiggerichte der Industrie auch noch solche chemischen Kombinationen, die in der Natur sonst nie existieren würden. Mit diesen können unsere Organe überhaupt nichts anfangen, nur ansammeln oder bekämpfen – dadurch verursachen sie aber Allergien und Krankheiten. Die gängigsten Nahrungsmittel sind absolut artfremd für den Menschen!

Du kannst mir glauben, auch für gesunde Gerichte gibt es zahlreiche schnelle und sogar schmackhaftere Variationen, als Fertiggerichte und Industrienahrung aus dem Supermarkt. Für schnelle Spaghetti mit Soße braucht man mindestens 20 – 30 Minuten. In dieser Zeit bringst du auch gesunde Mahlzeiten zusammen, die sogar deinen Kindern schmecken. Und mit wenig Vorbereitung zauberst du gesunde Mittagessen zum Mitnehmen für deine Lunchbox, damit du auch in der Arbeit optimal mit Energie versorgt wirst.

Vor 100 Jahren

Unsere Urgroßeltern aßen ausschließlich saisonal und regional. Sie hatten vor allem glutenfreie Getreide, wie Buchweizen oder Roggenschrot mit weniger Glutenanteil. Sie aßen Unmengen an Gemüse, alles, was der Garten oder die Vorratskammer zu bieten hatte. Viel Eintopf mit Hülsenfrüchten, Gemüse, Kartoffeln und Speck oder Innereien. Und einmal die Woche der Sonntagsbraten. Der Speiseplan war fett- und gemüselastig, gegenüber der heutigen extrem kohlenhydratreichen Ernährung!

Keine Angst, du musst dich nicht nur aus Eintopf, Innereien und Speck ernähren. Obwohl diese auch leckere Alternativen sind…
Du kannst die wichtigsten Zutaten hernehmen und diese abwechslungsreich verwenden.

Dos und Don´ts

Meine Empfehlungen für eine Umstellung (lass dir Zeit für die Umgewöhnung und hab Geduld mit dir selbst und mit deiner Familie):

Vermeide möglichst folgende Zutaten:
Zucker (vor allem Industriezucker und Fruchtzucker in verarbeiteter Form)
Weizen und Produkte aus Weizen (Brot, Nudeln, Teig, Kekse, Kuchen etc.)
Getreide mit hohem Glutengehalt
Fertiggerichte und Industrieprodukte
Fast Food
Kombinationen von gesättigten Fetten und Zucker (vor allem Backwaren wie Croissant, Plunder etc.)
Alle Art von künstlichen Getränken, auch Light Varianten!

Bau in deinen Speiseplan folgende Zutaten unbedingt und häufig ein:
Gesunde Öle (Olivenöl, Kokosöl, Rapsöl, Walnussöl, Leinöl, Sesamöl, Kürbiskernöl etc.)
Jede Menge und jede Art an Gemüse! Frisch oder tiefgekühlt, möglichst regional oder biologisch
Nüsse, Saaten und Kerne
Kräuter und Gewürze (keine Mischungen mit Zusätzen)
Zum Trinken: Wasser und ungesüßter Tee (möglichst aus biologischem Anbau)

Außerdem verwende abwechselnd:
Eiweiß aus pflanzlicher Quelle (Hülsenfrüchte – Bohnen, Linsen, Erbsen & Co.)
Eier (Freiland oder Biologische Haltung, ohne Grenzen – hier kannst du über die Fehleinschätzung zu Cholesterin lesen)
Fleisch (bitte aus regionaler oder biologischer Haltung)
Fisch (aus nachhaltigem Fischfang oder Fischzucht)
Meeresfrüchte und Muscheln
Tofu (aus europäischem und gentechnikfreiem Soja)
Früchte, vor allem Beeren und heimisches Obst
Gesunde Fette (Avocados, Kokosnüsse, Butter, Käse, Topfen)
Vollkornreis
Kartoffeln (schonend zubereitet)
Glutenfreie Getreide, wie Buchweizen, Hirse, Amaranth, Quinoa und Hafer
Soja- Hafer- und Mandeldrink (ungesüßt).

Ab und zu:
Milch und Milchprodukte, wie Joghurt, Kefir und Sahne
Natürliche Süßungsmittel, wie Stevia, BioSüße (Bio Erythrit), Fiber Sirup, Bio Kokosblütenzucker, Xylit = Birkenzucker sowie Reissirup nur in Maßen
Dunkle Schokolade mit natürlichen Süßungsmitteln

Dein gesunder Teller

Dein Hauptgericht sollte jedes Mal Gemüse sein und den Hauptteil auf deinem Teller einnehmen! Dazu ein Viertel hochwertiges Eiweiß und wenig glutenfreie komplexe Kohlenhydrate.

Es gibt unzählige Gemüsevariationen, die rasch zubereitet werden können und sensationell schmecken. Ich werde Dir einige im Rezeptteil zusammenstellen, mittlerweile sind aber auch unzählige auf verschiedenen Rezept-Plattformen zu finden (vor allem Low Carb Rezepte). Trau dich und probiere verschiedene Gemüsesorten aus, die du noch nie in der Hand hattest!
Du kannst mittlerweile frische Lebensmittel auf Internet bestellen, wenn es dieses nicht auf deinem Markt gibt. Such dir ein Rezept mit einem neuen Gemüse aus, bestelle dieses in ausreichender Menge und hab Spaß in der Küche bei der Zubereitung!
Gemüse versorgt uns mit den nötigen Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und Ballaststoffen. Sie sind unsere wichtigste Nahrungsquelle!

Fazit

Es ist richtig, dass wir etwa Dreiviertel des Sortiments eines Supermarkts nicht essen sollten. Diese hätten aber unsere Vorfahren und daher auch unser Körper nicht als essbare Lebensmittel erkannt! Bleiben wir also bei dem restlichen Viertel, kaufen wir frische und regionale Produkte dazu ein und kombinieren diese in unzähligen köstlichen Variationen! Denn Du bist, was Du isst!
Ich kann dir versprechen, Du wirst so weitaus vielseitiger essen, als vorher mit Fertiggerichten und Fast Food.
Mahlzeit!

Über Katalin

Ich bin Expertin für gesunde Ernährung und teile gerne mein Wissen über einen gesunden Lebensstil. Meine selbst entwickelten Rezepte helfen Dir bei einer gesunden Ernährungsumstellung. Deine Katalin

Zur Übersicht

Related Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.